Papillon

Papillon (Charlie Hunnam) und Louis Dega (Rami Malek). © 2018 Constantin Film Verleih GmbH / Jose Haro
Papillon (Charlie Hunnam) und Louis Dega (Rami Malek). © 2018 Constantin Film Verleih GmbH / Jose Haro


Keine Schmetterlinge im Bauch, sondern auf der Brust. Papillon ist eine Neuverfilmung des Abenteuerschinkens von Franklin J. Schaffner mit Steve McQueen und Dustin Hoffman. Im Mittelpunkt steht der namensgebende Henri “Papillon” Charrière und seine autobiografische Geschichte von der Flucht aus der Strafkolonie St. Laurent in Französisch-Guayana. Papillon startet am 26. Juli 2018 bei uns in den Kinos. In der Audio-Kurzkritik verraten wir euch, ob der Film einen Kinobesuch lohnt.

Papillon (Charlie Hunnam) hat zwar keine weiße Weste, gehört aber auch nicht zu den Ganoven, die über Leichen gehen. Doch genau des Mordes wird er beschuldigt und zu lebenslanger Haft in der Strafkolonie St. Laurent verurteilt. Auf dem Weg lernt er den Fälscher Louis Dega (Rami Malek) kennen. Dieser hat es geschafft, beträchtliche Geldsumme in das Gefängnis zu schmuggeln. Eine vorerst ideale Freundschaft. Die beiden Männer schließen einen Pakt. Papillon beschützt Mega vor den bösen Mithäftlingen und als Gegenleistung erhält Papillon Geld für seine geplant Flucht, den die Liebe seines Lebens wartet auf ihn in der Heimat.

Sollte man aber Klassiker neu verfilmen? Bis jetzt sind solche Projekte in der Regel gescheitert, auch Papillon reiht sich da ein. Obwohl die Neuverfilmung der Geschichte deutlich kürzer ist, fühlt sich der Gesamtfilm sehr zäh und lang an. Die Dramaturgie ist unscharf und kaum der Rede wert. Die Charaktere sind fast schon Abziehbilder. Charlie Hunnam verkörpert den tatkräftigen Protagonisten, der nicht viel nachdenken muss, sondern einfach nur handelt. Dazu hat er einen prächtigen Oberkörper, was der Film in gefühlten 90 Prozent seiner Szenen auch zeigen mag. Rami Malek ist die Gegenseite ohne große Nuancen in seinem Spiel.

Wie finden, dass ein Kinobesuch sich nicht lohnt und empfehlen Papillon für einen Filmabend zu Hause. Dabei kann man sich gleich den Klassiker reinziehen, der aus heutiger Perspektive sicherlich nicht mehr ganz so spannend wirkt, aber durch sein Alter einen anderen Blickwinkel auf das Werk Papillon zeigt, wie es zum Beispiel die Guillotine-Szene zeigt.

Guckstempel Mittel

 

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=2Q6BZfmOCIM

 

Geschrieben von
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