Wunder

From L to R: Noah Jupe as "Jack Will," Elle McKinnon as "Charlotte," Mille Davis as "Summer" and Jacob Tremblay as "Auggie" in WONDER.
From L to R: Noah Jupe as "Jack Will," Elle McKinnon as "Charlotte," Mille Davis as "Summer" and Jacob Tremblay as "Auggie" in WONDER.


Jetzt darf auch Deutschland ran. Nachdem Wunder bereits im November in den Vereinigten Staaten gestartet ist und scheinbar die ganze westliche Hemisphäre auch im vergangenen Jahr den Film sehen durfte, ist nun Wunder ab dem 25. Januar auch in in deutschen Kinos zu sehen. Das ist sehr ärgerlich, denn dieser wunderbare Film ist perfektes Feiertagsmaterial und bringt ganz schön viel Wärme in unsere Herzen.

Die Pullmans sind eine typische amerikanische Vorstadtfamilie. Sie haben zwei Kinder, einen Hund und die alltäglichen familiären Probleme, wie Schule, Pubertät und Ehe, zu meistern. Auggie (Jacob Trambley, Room) ist eines der Kinder und hat ein besonders herausforderndes Leben, denn bereits nach der Geburt hat er schon 27 Operationen überstanden. Sein Gesicht ist nicht gewöhnlich und das macht es ihm nicht ganz einfach, sein erstes Schuljahr auf einer öffentlichen Schule zu absolvieren. Wir folgen Auggie in seinem ungewöhnlichen Leben, wie er Feinde und Freunde findet, aber gleichzeitig auch in der Familie einige Turbulenzen überstehen muss. Seine Schwester Via (Izabela Vidovic) macht parallel ebenfalls eine schwere Zeit durch. Mitten in der Pubertät ist sie irgendwo zwischen Altem und Neuen. Und dann ist auch noch ihr Bruder, der immer wieder die volle Aufmerksamkeit von den Eltern Isabel (Julia Roberts) und Nate (Owen Wilson) fordert, so dass sie immer wieder hinten anstehen muss.

Wahrscheinlich beschreibt der Filmtitel den Film am besten: Wunder. Man erlebt zahlreiche Wunder des menschlichen Mikrokosmos, wo immer wieder Freud und Leid ziemlich nah beieinander sind, sowohl im Film, als auch in der Realität. Das Grundgerüst ist ziemlich überzeichnet. Gut und böse sind klar getrennt und scheinbar steckt dann doch im schlechtesten Menschen auch ein Fünkchen Gutes. Auggie ist ein wahrer Star Wars-Geek und so begegnen wir einigen Referenzen aus einer weit weit entfernten Galaxis. Immer wieder zeigen sich auch tolle Einflüsse moderner Gesellschaft. Zum Beispiel wozu Photoshop schlecht sein kann und warum Minecraft zu mehr gut ist, als nur Klötzchen. Zum Schluss ist ganz schön viel Feel Good auf 113 Minuten, man möchte eigentlich auch mal wieder zurück in die Realität, aber dazu wurde der Film nicht gemacht. In dem Moment ist es vielleicht auch gut so. In dem Moment möchte man einfach nur mit feuchten Augen und einen Kloß im Hals kurz beim Abspann inne halten.

Wunder wäre der perfekte Film für die Feiertage. Er rührt, lässt einen verwundert zurück im Glauben an das Gute im Menschen. Das ist ein bisschen schade. Für einige wärmende Gedanken zum nahenden Frühling eignet sich das neuste Werk von Stephen Chbosky (Vielleicht lieber morgen, Die Schöne und das Biest) aber auch in all seinen wunderbaren Facetten.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=CTUSWiG8Hfk
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