What The Health! – What the Fu**?

What The Health ist der neuste Streich von Kip Andersen (Cowspiracy) und seit Mitte Juni auf Netflix verfügbar. In gut 90 Minuten nimmt er sich die Fleisch-, Milch- und Pharmaindustrie sowie verschiedene Gesundheitsorganisationen vor. Vor allem geht es darum, wie durch schlechte Ernährung, übermäßigen Konsum von Medikamenten und schlechte Beratung Gesundheitsprobleme überhaupt erst entstehen. Im Fokus steht verarbeitetes Fleisch, rotes Fleisch, weißes Fleisch, Eier, jegliche Milchprodukte und auch Fisch. Im ersten Drittel werden noch interessante Fragen gestellt, die einen zum Nachdenken anregen und mit denen die Autoren wichtige Probleme ansprechen. Wir konsumieren in jeglichen Bereichen zu viel und falsch. Wenn es uns schlecht geht, greifen wir lieber zur Tablette, statt zu schauen, was überhaupt die Ursache ist. Und in vielen gesellschaftlichen Bereichen ist das Motto nur noch: Consume & Die. Nach 30 Minuten stellt sich aber die Frage: Was ist die Antwort auf all diese Fragen? Und so langsam riecht man den Braten. Der heilige Gral ist die vegane Ernährung.
Grundsätzlich verfolgt die Dokumentation einen ehrenwerten Ansatz und stellt wichtige Fragen. Sie verzerrt jedoch ihre eigene Idee soweit, dass der Abspann nur noch einen bitteren Beigeschmack hinterlässt. Das Thema Gesundheit erscheint so offensichtlich: Iss’ einfach nur vegan und alles wird gut. Die Doku macht es sich zu einfach.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=Jf44vLndiRM

 

know your facts

Eine große Schwachstelle von What The Health ist der Umgang mit Studien. Wer Studien als Fakten heranzieht, sollte auch mit Ihnen umgehen können. Bei den Studien ist zunehmend das Phänomen von “Schrödingers Fleisch” zu beobachten. Das Fleisch, das wir essen, tut uns gut und bringt uns gleichzeitig um. Ähnliche Situationen lassen sich auch bei anderen Lebensmitteln beobachten. Der Dokumentarfilm nutzt gern Studien, aber scheinbar nur die, die in das Raster passen. “Ich habe hier eine Studie, die sagt …” hört man immer wieder vom Protagonisten. Viel interessanter wäre doch ein Vergleich von mehreren Studien zur gleichen Thematik. Meine These: Das Ergebnis wäre nicht so passend. Gleichzeitig übersieht man gern den Unterschied zwischen Kausalität und Korrelation. Es entsteht der Eindruck, dass man sich die Wahrheit ein bisschen stark zurecht gebogen hat, um den eigenen Standpunkt besser darzustellen.
 


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Und wo wir bei passenden Ergebnissen sind. Trends sind keine Signifikanzen. Beispielsweise wird eine Studie angeführt, die eine Kausalität zwischen dem Konsum von Kuhmilch und Brustkrebs nahe legt. Schaut man sich die Studie an, wird klar angeführt, dass die Tests nicht signifikant sind, das heißt, die Ergebnisse zufällig sein können. Wenn überhaupt kann man hier von Trends sprechen, aber nicht von Ist-Zuständen. Zwar werden die Quellen auf der Webseite der Doku offengelegt, im Film selbst entsteht der Eindruck, dass es gegebene Fakten sind. Das wird noch verstärkt, in dem der Autor verschiedene Organisationen anruft und nachfragt, warum diese so eine krebserregende Substanz wie Milch bewerben bzw. kooperieren.


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Besonders eigenartig war für mich jedoch die Darstellung von Krankheiten. Es ging vor allem um Herz- , Gefäß- und Stoffwechselkrankheiten. Bei den ersten beiden Erkrankungen kann ich nicht mitreden, aber als Diabetiker ist mir der lasche Umgang mit Diabetes stark aufgefallen. Die Rede war immer nur von Diabetes (Typ 1, Typ 2 oder doch Typ 3? – spielt scheinbar keine Rolle) und Heilung (Aha?). Stellenweise erscheint die Aussage, dass Typ 1 mit einer pflanzenbasierten Ernährung geheilt werden kann. Das ist schlichtweg falsch. Was allein schon dadurch widerlegt wird, dass auch Veganer von Diabetes Typ 1 betroffen sind. Scheinbar dreht sich dann doch alles um Typ 2. Irgendwann ist die Rede davon, dass nicht die Kohlenhydrate und der Zucker Diabetes verursachen. Es sind die Fette. Zucker? Ja, Zucker scheint gar nicht so zu böse zu sein, es gab doch damals in den 1940er Jahren bereits erfolgreiche Diäten damit. Die titelgebende “Health” ist scheinbar nur ein Aufhänger und dient nur dazu, die vegane Ernährung zu begründen.

Kritische Eigenbetrachtung

Okay, ich war an dem Punkt angekommen, als der vegane Regenbogen über die Dokumentation gespannt wurde und Bilder von grünen Wiesen, tollen veganen Sportlern und veganen ärztlichen Aussagen über meinen Bildschirm flatterten. Eigene kritische Würdigung? Fehlanzeige. Allein beim Schauen wurden einige Punkte überstrahlt durch die “glorious vegan race”.

Noch vor wenigen Minuten wurde ausführlich erklärt, dass Tiere über ihre Umwelt mögliche Gifte und sonstige Substanzen aufnehmen. Diese nehmen wir wiederum durch unsere fleischhaltige Nahrung zu uns. Das passiert also bei Pflanzen nicht? Wasserverschmutzung scheint hier wieder keine Rolle zu spielen. Passt ja nicht in die Argumentation. Wie und wo wachsen Gemüse, Obst und andere vegane Nahrungsmittel? Bei dem Gemüsebauer um die Ecke oder ist es die Gurke aus den Niederlanden? Und wenn es alle machen sollen, wie lässt sich eine stabile Grundversorgung garantieren?

Dementsprechend unausgewogen existieren auch keine Paleo- oder LCHF-Esser, die sich wohl fühlen und auch gesunde Werte aufweisen können. An dieser Stelle wird das Schwarz/Weiß- Denken besonders deutlich. Es geht nicht darum, Menschen für die vegane Ernährung zu sensibilisieren und mögliche Vor- und Nachteile auf beiden Seiten darzustellen, sondern darum, einen tiefen Graben zu ziehen. Entweder bist du der Gute oder du isst Fleisch.

Eine süße Überraschung zum Schluss: Der Zucker scheint in dieser Dokumentation einige Fans zu haben. Gleich mehrfach wird erwähnt, dass u.a. Zucker für bestimmte Erkrankungen gar nicht der Auslöser sei bzw. sogar geeignet ist, die Krankheiten zu heilen. Spannend. Als Diabetiker schaue ich gern auf die Inhaltsangaben von Nahrungsmitteln. Man glaubt es kaum, wo und wieviel Zucker, Glucosesirupe und andere süßende Mittel verwendet werden. Entweder hatte die Zuckerindustrie bei What The Health ein gutes Wörtchen … ähm Sümmchen eingelegt oder der Film hatte einige Zuckerfans. Dementsprechend verwundert mich die grundlegend positive Einstellung zum Zucker, aber gleichzeitig die vollständige Ablehnung jeglicher Fleischprodukte.

Fazit

Einen Guckstempel bekommt What The Health. Grundsätzlich ist ein Umdenken wichtig in unserer westlich-modernen Industriegesellschaft, in der Aldi 600 Gramm Steaks für 1,99 € anbieten kann. Ob es durch Schwarz/Weiß-Malerei geschieht, da bin ich mir unschlüssig. Zum einen bin ich fassungslos, wie einfach schlechte Ernährung und Medikamentenmissbrauch funktioniert. Gleichzeitig bin nicht angetan, wie What The Health mir ein ganz bestimmtes rosarotes Weltbild vermitteln will, ohne sich selbst zu Hinterfragen.

Dieser Text ist auch auf dem Blog Mr. Diabetes erschienen. Seit August 2016 bin ich Diabetiker Typ 1 und beschäftige mich rund um das Thema Diabetes Mellitus.

Geschrieben von
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42 Comments

      • ,,Menge an Bullshit”?

        Ich finde es ein wenig befremdlich, solch ein Review und solch eine Einstellung einer doch ganz wissenschaftlich fundierten Dokumentation gegenüber zu sehen.
        Ohne den Kritiker persönlich angreifen zu wollen, muss ich meiner Frustration seiner Kurzsicht gegenüber einmal Luft machen. Schon alleine der Zulesenden wegen, die sich durch dieses teilweise haltlose Dekradieren dieser Doku beeinflussen lassen könnten.

        Ich würde deshalb gerne Chronologisch ein paar Punkte abarbeiten, von denen ich glaube, dass die Sichtweise des Schreibers eine zu eingefahrene Stellung besaß und es sich darum nicht selbst erlaubte, weiter zu blicken als vor die eigene Haustüre.
        Sie schrieben ,,Iss’ einfach nur vegan und alles wird gut. Die Doku macht es sich zu einfach” und bezogen sich damit auf die Essenz der von der Doku gewollten Nachricht an die Zuschauer.
        Ich finde, man kann an Ihrem Tonus sehr deutlich einen voreingenommenen Blickwinkel erkennen, der sich mit Lächerlichkeit gegen den Trend des Veganismus richtet. Meiner Meinung nach ist solch eine Einstellung schon grundsätzlich falsch und bestätigt schon zum Eingang Ihres Textes Ihre negativ beeinflusste Meinung.

        Sie schrieben ,,Der Dokumentarfilm nutzt gern Studien, aber scheinbar nur die, die in das Raster passen.”
        Studien wurden nicht “gern” genutzt, sondern weil man dies so machen sollte, wenn man wissenschaftlich fundiert arbeiten und leisten möchte. Und es wäre doch eine Seltsamheit, in solch einem Rahmen dann Studien zu nutzen welche nicht “in das Raster” passen, oder? In anderen Worten, überall dort wo Studien angeführt werden, passen diese selbstverständlicherweise in das Raster.

        ,,Ähnliche Situationen lassen sich auch bei anderen Lebensmitteln beobachten.”
        Ähm… JA! Und das ist nichts gutes.

        Sie schrieben auch ,,Viel interessanter wäre doch ein Vergleich von mehreren Studien zur gleichen Thematik.”
        Also ich hätte nichts dagegen gehabt, wenn noch zwei drei Studien genannt oder gar etwas deutlicher durchleuchtet worden wären, aber man muss aus einer Dokumentation für das Volk auch keine Seminararbeit fertigen. Die dargestellte Thematik soll bei Hans und Gertrud Interesse wecken, Augen öffnen und zum handeln anregen. Wer mehr sucht, darf sich ab hier gerne selbst bemühen.

        ,,Meine These: Das Ergebnis wäre nicht so passend. Gleichzeitig übersieht man gern den Unterschied zwischen Kausalität und Korrelation. Es entsteht der Eindruck, dass man sich die Wahrheit ein bisschen stark zurecht gebogen hat, um den eigenen Standpunkt besser darzustellen.”
        Von welchem Ergebnis und welcher Wahrheit sprechen Sie denn eigentlich?
        Von dem Ergebnis, dass Fleisch im großen und ganzen als ein ungesundes Lebensmittel erkannt werden sollte? Oder von dem, das Vegane Ernährung sehr gesund und heilend wirken kann? Oder von dem, dass Lobbyisten und Konzerne gerne mal gemeinsame Kasse machen wie Gesetze druchsetzen auf Kosten der Gesundheit der Verbraucher, also auf Kosten Ihrer und meiner?
        Oder sprechen Sie von den Ergebnissen der Probanden, welche nach einer Diät und pflanzen basierten Ernährung plötzlich drastische gesundheitliche Vortschritte vorweisen konnten und unter Tränen persönlich vor der Kamera darüber auszusagen bereit gewesen sind?
        Verzeihen Sie mir, aber ich verstehe nicht, welches Bild sich hier hätte auch nur irgendwie anders darstellen können, wenn zwei drei Studien mehr angefügt worden wären einer gleichen Thematik. Und wie decken Sie Ihre Aussage, dass der Unterschied zwischen Kausalität und Korrelation übersehen wurde? Es wurden Studien angeführt (die im übrigen korrekt sind!) und es wurden mehrere Fachleute herangezogen, die Ursachen und Wirkung bestätigen sollten und dies taten. Ich glaube nicht, dass hier irgendjemand den Unterschied zwischen Kausalität und Korrelation übersehen hat.

        ,,Beispielsweise wird eine Studie angeführt, die eine Kausalität zwischen dem Konsum von Kuhmilch und Brustkrebs nahe legt. Schaut man sich die Studie an, wird klar angeführt, dass die Tests nicht signifikant sind, das heißt, die Ergebnisse zufällig sein können. Wenn überhaupt kann man hier von Trends sprechen, aber nicht von Ist-Zuständen. Zwar werden die Quellen auf der Webseite der Doku offengelegt, im Film selbst entsteht der Eindruck, dass es gegebene Fakten sind. Das wird noch verstärkt, in dem der Autor verschiedene Organisationen anruft und nachfragt, warum diese so eine krebserregende Substanz wie Milch bewerben bzw. kooperieren.”
        Also ich konnte nichts finden, dass diese Aussage widerlegt oder darauf hinweist, dass die Ergebnisse zufällig sein können. Würde mich über eine Quelle Ihrerseits freuen, auch wenn Sie mich traurig stimmen würde, sofern echt und fachgerecht durchgeführt.
        Aber wie wird der EIndruck verstärkt, dass dies gegebene Fakten sind wenn der Autor bei Organisationen anruft und die Studien darlegt? Ist es nicht gar glaubwürdiger dies zu tun? War es nicht verwunderlich, wie der Autor behandelt wurde, als er eine seiner Studien im persönlichen Gespräch durchgehen wollte? So etwas erwähnen Sie in Ihrem Plädoyer dann gekonnterweise wiederum nicht.
        Ich finde ja, hier wird nicht einfach nur ein Eindruck verstärkt, sonder hier werden Umstände Glas klar und deutlich aufgedeckt und verständlich dargestellt. Und genau so muss dass sein.

        ,,Die Rede war immer nur von Diabetes (Typ 1, Typ 2 oder doch Typ 3? – spielt scheinbar keine Rolle) und Heilung (Aha?). Stellenweise erscheint die Aussage, dass Typ 1 mit einer pflanzenbasierten Ernährung geheilt werden kann. Das ist schlichtweg falsch. Was allein schon dadurch widerlegt wird, dass auch Veganer von Diabetes Typ 1 betroffen sind.”
        Also ersteinmal wurden die verschiedenen Diabetes Typen ebenfalls mehrfach ernannt und zweitens lässt sich doch etwas durch Ausnahmen nicht widerlegen?
        Jemand der sich mit dieser Thematik auskennt und hier verfassen darf, sollte solch eine Aussage wirklich nicht treffen.
        Man kann doch nicht allen ernstes hochtrabend vom richtigen Umgang mit Studien sprechen, die Autoren nieder machen und dann behaupten, dass Typ 1 Diabetes nicht durch eine pflanzen basierte Ernährung heilbar ist, nur weil es Veganer gibt die Typ 1 Diabetes haben…

        ,,Noch vor wenigen Minuten wurde ausführlich erklärt, dass Tiere über ihre Umwelt mögliche Gifte und sonstige Substanzen aufnehmen. Diese nehmen wir wiederum durch unsere fleischhaltige Nahrung zu uns. Das passiert also bei Pflanzen nicht?”
        Selbstverständlich passiert das auch bei Pflanzen, aber in viel kleinerem Ausmaße. Dies müsste eigentlich hängen geblieben sein, nach dem man sich die Doku unvoreingenommen und bewusst bis zum Ende angeschaut hat…

        ,,Wasserverschmutzung scheint hier wieder keine Rolle zu spielen. Passt ja nicht in die Argumentation. Wie und wo wachsen Gemüse, Obst und andere vegane Nahrungsmittel? Bei dem Gemüsebauer um die Ecke oder ist es die Gurke aus den Niederlanden? Und wenn es alle machen sollen, wie lässt sich eine stabile Grundversorgung garantieren?”
        Hier wieder? Keine Rolle? Also zum einen wurde Wasserverschmutzung definitiv auch in dieser Doku behandelt (sofern wir die gleiche gesehen haben) und zum anderen, wäre dies nicht einmal ein Muss gewesen, wieso auch?

        ,,Dementsprechend unausgewogen existieren auch keine Paleo- oder LCHF-Esser, die sich wohl fühlen und auch gesunde Werte aufweisen können.”
        Wurde nie behauptet und kam meines Erachtens auch nicht so rüber. Es wurde von einem Arzt lediglich geäußert, dass dies ungesund sein kann.
        Also ab diesem Zeitpunkt scheint mir Ihre Argumentationsmotivation einzig und alleine daraus zu bestehen, mit wilden teilweise völlig haltlosen Angriffen um sich zu werfen nur um den Veganismus schlecht darzustellen.
        Ich finde ,,An dieser Stelle wird das Schwarz/Weiß- Denken besonders deutlich.”

        ,,Eine süße Überraschung zum Schluss: Der Zucker scheint in dieser Dokumentation einige Fans zu haben. Gleich mehrfach wird erwähnt, dass u.a. Zucker für bestimmte Erkrankungen gar nicht der Auslöser sei bzw. sogar geeignet ist, die Krankheiten zu heilen. Spannend. Als Diabetiker schaue ich gern auf die Inhaltsangaben von Nahrungsmitteln. Man glaubt es kaum, wo und wieviel Zucker, Glucosesirupe und andere süßende Mittel verwendet werden. Entweder hatte die Zuckerindustrie bei What The Health ein gutes Wörtchen … ähm Sümmchen eingelegt oder der Film hatte einige Zuckerfans. Dementsprechend verwundert mich die grundlegend positive Einstellung zum Zucker, aber gleichzeitig die vollständige Ablehnung jeglicher Fleischprodukte.”
        Mal davon abgesehen, dass nier erwähnt wurde Zucker würde Krankheiten per se heilen, verstehe ich den Zusammenhang der Sätze der gesamten Passage und dem Vorwurf der Schmiererei mal überhaupt nicht.

        Ich möchte mich ja gerne für meinen Tonfall entschuldigen, aber ich bin immer noch entsetzt darüber, dass man eine solche Arbeit mit so wenig Aufwand, Argumentation und auf diese Art und Weise öffentlich nieder macht.
        Wer sich traut seine Scheuklappen abzunehmen und sich einmal ernsthaft mit dem Veganismus und Veganern auseinander setzt, der merkt schnell, dass diese wenig bis teilweise gar nicht supplementieren müssen und trotzdem gesünder leben als Fleischesser. Viele, wirklich viele Veganer sprechen von extremen gesundheitlichen Verbesserungen. Wer hier noch von gegenteiligem glaubt und es nötig hat diese Richtung herablassen lächerlich zu machen, der jenige ist in meinen Augen auf dem Holzweg und nicht die anderen. Von daher finde ich die Richtung welche die Doku gegen Ende schleichend eingenommen hat zwar hinterlistig, aber tatsächlich sogar lobenswert.

        Freundlichst

        Ein bekennender Fleischfresser

        • Vielen Dank für den wertvollen Beitrag von Molim Schiller! Ich kann nur sagen, dass ich die Filmkritik ebenso sehr einseitig und voreingenommen finde!
          Es ist verständlich, dass man als Typ 1 Diabetiker in seiner Situation wahrgenommen werden möchte, als Ärztin finde ich es auch korrekter, sauber zwischen den verschiedenen Diabetes-Erkrankungen zu trennen. Dennoch sind nunmal 95% der Diabetiker Typ II Diabetiker und für diese birgt eine pflanzliche vollwertige Ernährung ein großes Potential!
          Niemand behauptet, dass Diabetes Typ I geheilt werden kann, das ist medizinisch leider nicht möglich. Jedoch hier ein praktisches Beispiel zu Kohlehydraten und ihrer “Schädlichkeit” für Diabetiker (Typ I wie Typ II):
          ein langjähriger Typ-I Diabetiker bekam in einem Versuch von mir mehrfach ein vollwertiges pflanzliches Essen- durchaus mit Kohlenhydraten (z.b. mit Linsen, Vollkornnudeln, Süßkartoffeln): jedes Mal war dabei der Insulinverbrauch (im Vergleich zur Berechnung anhand der Kohlenhydratmenge) deutlich verringert- 30-50%! Die Erklärung ist der niedrige glykämische Index bei vollwertigen Kohlenhydraten! d.h. Diabetes Typ I kann zwar niemals geheilt werden, jedoch kann der Insulinverbrauch deultich gesenkt werden (und damit Risikofaktoren und Nebenwirkungen, die durch einen hohen Insulinverbrauch entstehen).
          Ein Kommentar zum Schluss:
          Eine vollwertige pflanzliche Ernährung ist aus ärztlicher Sicht absolut wünschenswert und gesundheitsförderlich! Grundvoraussetzung, dass eine pflanzliche Ernährung auch gesund ist jedoch: sie ist vollwertig, vielfältig und tendenziell kritische Nährstoffe werden dabei bedacht. Vitamin B12 muss in jedem Fall substituiert werden! Hier sollte kein Veganer leichtsinnig irgendwelchen Behauptungen folgen, die dem widersprechen! Sie schädigen damit sogar indirekt das mediale Bild der veganen Bewegung!

  • Ich möchte dem nicht weiter hinzuzufügen.. Danke an den Autoren. In diesem Zusammenhang sehr interessant, denkwürdig und sicher hilfreich sind die Dokumentationen von Arte :

    “Die große Zuckerlüge”.. https://www.youtube.com/watch?v=LbpaPqms2kc und
    “Cholesterin – der große Bluff” : https://www.youtube.com/watch?v=xmE8-Pk2vRw

    Fazit : Ja ein Umdenken & Hinterfragen des großen Ganzen ist dringend notwendig – aber bitte mit Hirn & Verstand und offen und ehrlich auch sich selbst gegenüber.

  • Vielen Dank für diese kritische Betrachtung. Ich hatte auch das Gefühl hier wir wahllos mit Studien hantiert um dann beim Empfang von größeren Organisationen anzurufen und diese mit Fragen zu konfrontieren die Sie nur verwirren können. Eine sachliche schriftliche Kommunikation mit Personen vom Fach wäre wohl angebrachter. Es entsteht der Eindruck einer Verschwörungstheorie, mit dem Ziel auf der Webseite des Film Produkte und Fanartikel und sogar Lebensmittel im Abo (!) zu kaufen. Sad, America.

  • Ich habe diesen filmischen Müll gestern angeschaut und kam aus dem schimpfen und Kopfschütteln gar nicht mehr heraus! Das fatale an so einem Schwachsinn: Menschen die nicht wissen wie ihr Körper funktioniert, glauben das! Ein hoch auf die nächsten Diabetes Typ 2 Patienten, denn es ist ja das tierische Fett, das Diabetes verursacht, lässt man das weg und schaufelt sich stattdessen Zucker (Kohlehydrate) in den Körper, wird alles gut!

    Sorry ich habe noch nie gehört dass tierische Fette der Grund für Diabetes ist, ist auch Quark, denn Insulin produziert der Körper nicht für Fett sondern für den zugeführten Zucker bzw für die Kohlehydrate! Die Vegane Lebensweise scheint das Allheilmittel für alles zu sein, kam mir beim schauen, wie bei diesen Dokus über Wunderheilungen per Handauflegen vor, wo Menschen sich in Hallen treffen und einer herum rennt, der behauptet heilen zu können und 1000 Menschen ihn mit Tränen in den Augen anhimmeln!

    Warum sich allerdings noch nicht herumgesprochen hat, was die Menschen dick & krank macht, dass es weder Fett noch Zucker ist, sondern eine Kombination aus beiden! Nudeln ohne alles macht nicht dick & krank, fette Soße mit Fleisch macht nicht dick & krank, aber Nudeln mit fetter Fleischsoße macht krank, denn es ist zu viel Zucker (Kohlehydrate) und tierische Fette in einer Mahlzeit und am besten trinkt man dazu noch einen halben Liter Cola! Das wäre die perfekte Mahlzeit, wenn man auf Diabetes Typ 2 hinarbeitet! Das Zauberwort heißt ausgewogene Ernährung, wenn ich also einen Tag meine Nudeln mit fetter Fleischsoße zu mir nehme, muss ich das die nächsten Tage wieder ausgleichen, indem ich entweder den Zucker (Kohlehydrate) reduziere, oder aber die tierischen Fette reduziere, sprich mal einen Salattag einlege z.B oder das Grünzeug usw weglasse und nur tierische Produkte zu mir nehme.

    Am besten sind aber Menschen die etwas essen, weil sie meinen das wäre gut für sie, z.B. Müsli am Morgen am besten noch mit viel Obst, dass sie damit ihre Kohlehydrat-Tagesmenge bei weitem überschritten haben, denn so ein Müsli hat ca 70 Gramm pro 100 Gramm reine Kohlehydrate, würde ihnen im Traum nicht einfallen, denn es wird ja überall als gesund eingestuft! Ich esse kein Müsli, denn mich schreckt diese Zahl einfach ab, dann könnte ich auch zum Frühstück eine Flasche Cola trinken und hätte damit noch Zucker gespart! Mein Frühstück 2 Eier ein paar Würstchen, satt bis zum späten Nachmittag und topfit ohne Hungergefühl oder Leistungsabfall! Wenn ich mal Lust auf Brötchen haben sollte, lasse ich einfach die tierischen Fette weg, das macht aber lang nicht so satt wie 2 Eier und ein paar Würstchen!

    Meine Blutwerte sind übrigens besser als gut, ich achte einfach darauf, dass ich so wenig wie möglich zu mir nehme, welches meinen Insulinhaushalt Limbo tanzen lässt! Der Körper braucht keine externe Zuckerzufuhr, zumindest nicht in der Menge wie es heut zu Tage üblich ist, der regelt das von ganz von alleine, wenn wir der Leber die Arbeit abnehmen, bemüht sich diese irgendwann nicht mehr oder wenn wir die Leber mit etwas anderem beschäftigen, wie z.B den Abbau von Medikamenten und Alkohol, kann diese ihre eigentliche Tätigkeit (Glukose zu generieren) nicht ausführen. Deswegen nehme ich nur im äußersten Notfall Tabletten und Alkohol trinke ich gar nicht, hat mir als Teenager schon nicht geschmeckt!

    Meine tägliche Nahrung besteht zu 40% aus tierischen Erzeugnissen, 60% Gemüse (Ballaststoffe), 1 Liter Kaffee und 3 Liter Wasser. Obst esse ich keines zu viel Fruchtzucker (Fruktose). Wäre der Mensch ein reiner Pflanzenfresser, hätte er keine Gallenblase und die Leber würde keinen Gallensaft produzieren. Für was auch? Wäre der Mensch ein reiner Pflanzenfresser, bräuchten wir auch nicht so viel Magensäure bzw nicht so konzentriert wie sie ist! Die Magensäure enthält einen Eiweiß-Spalter und produziert ein Protein, das die Aufnahme von Cobalamine/Vitamin B12 (tierische Fette) im Körper ermöglicht, da der Körper nur unzureichend eigenes Cobalamine produzieren kann, ist dieser auf die externe Zufuhr angewiesen. Pflanzen besitzen keine Cobalamine, also bleibt einem Vegetarier oder Veganer nur die Möglichkeit, dieses über synthetisch hergestellte Vitaminpräparate zu sich zu nehmen! Vitamin B12 ist für den Körper essenziell, also kann der Mensch kein reiner Pflanzenfresser sein, sonst würde er kein Vitamin B12 brauchen! Wer seine Gehirnzellen etwas anstrengt, würde selbst auf diese Antworten kommen! Der Mensch ist und bleibt ein Allesfresser und er braucht auch alles, egal wie oft und gerne das einige dementieren! Zum Abschluss noch mein Leitspruch —-> Nur die Dosis macht das Gift

    • Und wo bekommen die Tiere das B12?
      Aus dem Boden. Nur weil wir Menschen alles waschen, bekommen wir es nicht. In der massentierhaltung wird das B12 ebenso den Tieren künstlich zugesetzt, weil die nicht grasen und es somit nicht bekommen. Dein Post hat gute Ansätze, aber richtig durchdacht ist das auch nicht. Aber du hast schon recht. Ausgewogen ist das stichwort. Geht übrigens auch mit vegetarischer bzw. pflanzlicher Ernährungsweise.

      • Deswegen kaufen wir keine tierischen Erzeugnisse aus dem Supermarkt, wir kaufen direkt beim Bio-Bauern vor Ort! Und sorry nein, ausgewogene Ernährung funktioniert nicht mit vegetarischer oder veganer Ernährung, zumindest nicht ohne künstliche Vitaminpräparate, da machen sie die Vegetarier und Veganer etwas vor! Aber das ist in Ordnung, jeder soll sich so ernähren wie er das möchte, dafür hat der Mensch ja einen freien Willen, was mir allerdings sauer aufstößt ist dieser Bullshit von diversen Dokus, wie diese hier z.B!

        What The Health ist die schlechteste Doku die ich je in meinem Leben gesehen habe! Allein wie hier der Fisch in Verruf gebracht wird und das obwohl im ganzen asiatischen Raum überwiegend Fisch verzehrt wird, Spitzenreiter hier Japan, und das ist eines der Länder wo die Menschen am ältesten werden, und so frage ich mich doch, wie man auf so einen Schwachsinn kommt!? Das üble daran finde ich allerdings, dass den Müll auch noch viele glauben!

        In dem Trash-Filmchen will man uns vor Augen führen, dass die Fleisch-Industrie das Sagen hat und überall ihre Finger mit im Spiel hat, allerdings lässt es bei mir eher die Frage aufkommen: Wie viel Geld wohl die Zucker-Industrie für das Filmchen hat springen lassen? Denn hier hört man nichts davon, was übermäßiger Zuckerkonsum im Körper anrichtet, eher das Gegenteil ist der Fall. Ich hasse es für blöd verkauft zu werden und das tun sie hier auf die widerlichste Art & Weise die man sich vorstellen kann!

        Warum machen sie nicht einmal eine gute Doku darüber, dass industriell gefertigtes Essen uns krank macht? Nein stattdessen kommen jedes Jahr Dokus darüber heraus, dass Zucker oder tierische Fett böse sind! All das wurde schon längst bestätigt, dass dem nicht so ist und das über seriöse Studien. Der Käse ärgert mich genau so, wie die Behauptung dass Süßstoff Krebs erzeugt! Ich benütze schon seit über 25 Jahren nur Süßstoff, und es macht weder fett noch krank, denn ich bin nichts von beiden!

        Wie kann eine Ernährung gesund sein, bei der man extrem aufpassen muss, keinen Mangel an Eiweiß, Eisen, Kalzium, Jod, Zink, B-Vitaminen und essenziellen Fettsäuren zu erleiden? Von der etliche Fachorganisationen bei Säuglingen, kleinen Kindern, Schwangeren, Stillenden, Kranken und Senioren abraten! Bei der man zwingend Vitaminpillen schlucken muss, da sonst unheilbare Nervenschäden im Anmarsch sind?

        Wenn ich mich richtig erinnere, sind weltweit schon einige Babys und Kleinkinder gestorben, weil ihre Eltern dachten, vegane Ernährung sei auch etwas für ihren Nachwuchs! Sorry wie blind oder fanatisch muss ich als Elternteil sein, um nicht zu sehen, dass mein Kind Tag für Tag, dem Tod ein Stück näher kommt? Oder noch besser, sie ernähren ihre Katze oder ihren Hund vegan und finden das auch noch toll! Demnächst sehen wir dann eine Doku, wie ein Rudel Löwen an ihrem Mais knappert oder ein Rudel Wölfe sich verhungert über einen Berg Löwenzahn hermacht!

        Ich hoffe der Irrsinn aka Trend hat bald ein Ende, und die Menschen fangen an sich gesund und ausgewogen zu ernähren, statt jedem Trend hinter zu rennen! Auf tierische Erzeugnisse zu verzichten und stattdessen für die Ausfälle künstliche Präparate zu schlucken, ist nicht ausgewogen! Ich brauche gar nichts, nicht einmal Vitamin C, obwohl ich kein Obst esse, ich hole mir das über Gemüse, das teilweise mehr Vitamin C hat als eine Orange! Ich esse auch jeden Tag mindestens zwei Eier vom Bauernhof, laut den Aussagen müsste mein Cholesterin so erhöht sein, dass es für 4 Menschen reicht, aber mein Cholesterinwert ist völlig normal und das seit über 20 Jahren! Also wie kommts? Dazu noch mein Weidenbutterkonsum, weil ich einfach gerne Buttergemüse esse, ich müsste quasi im sterben liegen, wenn man all den Studien glauben mag! Deshalb gilt für mich: Eine Ernährung bei der man Mängel durch künstliche Präparate ausgleichen muss und da vegan oder vegetarisch nicht ohne diese Präparate auskommt, kann nicht ausgewogen, gesund und natürlich sein. Denn all das brauche ich nicht und habe ich auch noch nie gebraucht! Wer sich aber so ernähren möchte, soll es tun und zwar für sich alleine & leise, denn ich renne ja auch nicht jedem entgegen und verkünde was ich für ein toller Mensch bin, weil ich meinen Bauernhof unterstütze und was für Monster die anderen sind, weil sie ihren Bauern vor Ort in die Pleite schicken, da sie von ihm nichts mehr kaufen!

        Heute stellen sich die Leute nicht mehr mit Vornamen vor, sonder “Ohhh hallo ich bin Veganer”! Ich frage mich immer insgeheim, wer das wissen wollte! Ich habe mal den Versuch gestartet mich mit “Ohhhh hallo ich bin Allesfresser” vorzustellen, die Ergebnisse waren meistens irritierte Blicke oder lautes Gelächter oder beides in Kombination. Besonders schön finde ich, wenn sich jemand als Veganer vorstellt, du darauf nicht reagierst und der dir dann 30 Minuten erklärt, was “Vegan” bedeutet und wie toll er ist! Mein Blick hingegen sagt nur: Blöd dass ich zu faul bin hier wegzurennen aber ich kann prima auf Durchzug schalten, hohl vor mich hinlächeln und mit dem Kopf nicken! Ich liebe Fanatiker!

        Ich habe in meinem Freundeskreis auch zwei Veganer, deren Wohnung gleicht einer Apotheke, überall Behältnisse mit Pillen, Pudern, Pasten usw und nebenbei schwadroniert er über seinen gesunden Lebensstil aber im Kühlschrank liegen Wurst, Käse und Fleisch in der richtigen Form allerdings aus Tofu, was mich doch sehr irritiert, denn ich bastle mir ja auch keine Karotte aus Hackfleisch und lege diese in den Kühlschrank! Na ja sollen sie mal machen, für mich ist es nichts!

        • Moin, erstmal glückwunsch das du so viel Zeit in dein Kommentar gesteckt hast, leider schreibst du sehr viel Blödsinn und widersprichst dir sogar selber. Ich bin Veganer und benötige kein einziges Vitmanpräparat oder ähnliches. Das gilt auch für die anderen Vegetarier oder Veganer in meinem Freundes- und Bekanntenkreises. Das du offensichtlich so viele bescheuerte Menschen in deinem Umfeld hast, ist irgendwie traurig. Ansonsten würde dir ein bisschen mehr Toleranz gut tun. Desweiteren glaube ich nicht, dass sich der “Trend” bald zu Ende ist, es wird eher einen Boom geben. Lass uns in 4-5 Jahren nochmal sprechen. LG

          • Na ja du machst es dir aber sehr einfach Sebastian, indem du nur schreibst, ich würde Blödsinn schreiben, gehst aber sonst nicht näher auf den “Blödsinn” ein! Da hätte ich mir zu dem Vorwurf des Blödsinns verzapfens doch ein paar mehr Aufzählungen gewünscht, so kann ich dich in keinster Weise ernst nehmen…. sorry!

            Du benötigst nichts? Na dann gratuliere zur Unter- und Mangelversorgung! Du forderst von mir Toleranz schaffst es aber selbst nicht ehrlich zu sein, das ist nett! Warum Zeit? Ich schreibe frei Schnauze, für so einen Text brauche ich keine 5 Minuten! Wenn du mir noch aufzeigen würdest, wo ich mir selbst widerspreche, dann wäre ich dir sehr verbunden! Dann warte du mal auf deinen Boom und ich genieße in der Zwischenzeit die Selbstbeweihräucherung von der Seitenlinie aus! Ich liebe Menschen mit Humor!

    • Warum ständig der Bezug zu sich selbst? Meine Blutwerte sind auch überdurchschnittlich gut und ich esse morgens Müsli mit viel Obst und Haferflocken, am Mittag 200 g Reis und 200 g Kartoffeln. Zwischen Mittag und Abend nochmal ein Müsli mit Obst und Haferflocken. Abends Vollkornbrötchen.
      Asiaten essen drei mal täglich Reis: morgens, mittags und abends.
      Mein Sixpack ist so durchtrainiert, ich kann sogar einen front lever. Mein KFA liegt momentan bei 12 %.
      Ich trinke keinen Kaffee und bin tagsüber hellwach.
      “Der Mensch ist und bleibt ein Allesfresser und er braucht auch alles, egal wie oft und gerne das einige dementieren!” Aha, wer sind Sie? Sie scheinen die Welt erschaffen zu haben, denn anscheinend wissen Sie mehr über die Welt bescheid, als alle anderen Individuen in diesem Universum. Dabei ist die menschliche Ernährung in der heutigen Zeit immer noch ein interessantes Thema und noch lange nicht vollständig erforscht.

    • Sollen alle 7 MIlliarden Menschen auf der Welt beim berühmten “Bio Bauern um die Ecke” einkaufen? Wie soll das gehen? Es gibt inzwischen doch genügend Belege dafür, auch aus nicht-Tierschutz Quellen, die aufzeigen dass es so nicht weiter gehen KANN. In spätestens 20 Jahren ist der Spaß vorbei, von wegen “ist doch meine Entscheidung was ich esse”, die Welt wird anders aussehen, das ist ja wohl offensichtlich. Ich möchte mir nicht vorstellen wie bis dahin die Ozeane aussehen und was das alles für uns bedeutet. Un dja, das hängt mit unseren Entscheidungen was wir jeden Tag essen zusammen, leider.

  • Habe die Doku gerade zu ein Drittel geschaut und musste sie vor lautwe Aufregung abbrechen, weil die rein wissenschaftlich gegen Null läuft. Danke für die kurze Zusammenfassung.

  • Hallo Ilja nur eine kurze Frage: Für wie lange haben Sie sich vegan ernährt um herauszufinden ob und wie sich die Ernährungsmstellung auf ihre Form von Diabetes auswirkt?

      • Sicherlich wird eine Ernährungsumstellung einen Effekt auf meine Form von Diabetes haben, so wie jede Umstellung im Lebensstil. Jedoch verändert sich nichts an der Prämisse, dass bei Diabetes Typ 1 eine Insulintherapie unverzichtbar bleibt.
        Um aber die Frage zu beantworten: Ich habe mich über keinen bewussten Zeitraum vegan ernährt.

        • Das erinnert mich ein wenig an einen Haushaltstipp zum Entfärben von Tupperware. Man brachte den Vorschlag, die Dose mit Öl auszuwischen. Sofort meldeten sich Leute zu Wort, dass das ja nicht funktionieren könne. Ich habe es dann einfach mal probiert. Ergebnis: Klappt wunderbar. Mal weniger alles zerreden sondern einfach mal testen. Man könnte überrascht sein. Und wenn es nicht klappt, hat man sich wenigstens mal für ein paar Monate ziemlich gesund ernährt und dabei kaum zu minimierenden Schaden angerichtet.

          • Das ist doch Käse. Wie Ilja schreibt, ist eine Insulintherapie bewiesenermaßen unverzichtbar und kann nicht durch vegane Ernährung ersetzt werden. Da gibt es nichts zu testen! Und “ziemlich gesund” ist auch relativ, ich kann mich auch vegan ziemlich schlecht z.B. mit Chips ernähren. Eine ausgewogene pflanzenüberschüssige Ernährung ist der Schlüssel, Fleisch und andere tierische Produkte zu verdammen ist Religion.

  • Gründe suchen, das geliebte Fleisch , den geliebten käse weiterhin zu essen. Nichts anderes bezweckt dein Beitrag.

    Fakt ist: Die ältesten, gesündesten Menschen der Erde kommen aus Okinawa und leben zu 99% vegan.

    Lest Bücher wie ” Dr. Jacob’s Weg zum genussvollen Verzicht” oder ” How not to die” . Hier sind 1500 Studien zitiert.

    Ernährung ist schon lange keine Privatsache mehr, wenn der Klimawandel größtenteils davon abhängig ist, Tiere massenhaft gequält und getötet werden, Wasser verschwendet wird und damit Hunger/ Durst auf der Erde existiert.

    Und jetzt dürft ihr mir euren Hass entgegenbringen! (Kenn das zur Genüge nach 5 Jahren vegan sein!) :-*

    • Hallo stevanovitsch, vielen Dank für den aufschlussreichen Kommentar und das Eingehen auf meine Argumentation. Ich spreche u.a. den Punkt Studien an und was es damit auf sich hat.
      Übrigens versuche ich weitestgehend auf Fleischkonsum zu verzichten. Mir geht es daher nicht um Gründe “das geliebte Fleisch” zu propagieren, sondern eine sinnvolle Kommunikation zu finden, wie man alternative Ernährungsweisen aufzeigen kann. Das hat die Doku nicht vermocht.

      • Der Punkt (Studien) wird mit den Buchempfehlungen beantwortet.
        Dokumentationen sollen ein breites Publikum erreichen, sonst lohnt sich die Produktion rein finanziell nicht. Das ist auch der Grund für die Polemik dieser Doku. Wenn du studienbasierte Evidenzen für pflanzliche Kost suchst, findest du sie zu Genüge. Allein unsere biologischen Konstitutionen, die auch in der Dokumentation angesprochen werden, sollten Beweis genug sei, dass wir Herbivore sind.

      • Du sprichst den Punkt Studien an, indem Du bemängelst, dass Studen, die den eigenen Vorstellungen widersprechen, nicht erwähnt werden. Selbst erwähnst Du aber auch keine. Keine gefunden? Vielleicht ist es schlicht und einfach so, dass es keine einzige Studie gibt, die die gesundheitlichen Vorteile von Wurstwaren belegen konnte? Soll man etwas erfinden, nur damit es “ausgewogen” erscheint? Ja, es gibt Studien, die auf gesundheitliche Vorteile von bestimmten (!) Milchprodukten hinweisen. Die hätte man erwähnen können. Allerdings ist die allgemeine Wahrnehmung doch , dass Milchprodukte (und gerade doch Frischmilch oder Vollmilch) unbestritten gesund seien. Die Sendezeit ist sicher besser genutzt, wenn der Zuschauer dazu angeregt wird, diesen Irrglauben zu hinterfragen.

    • Genau danach war ich auf der Suche.
      Wenigstens ein intelligenter Kommentar mit einer fundiert durchdachten Meinung dahinter. Danke dafür Stevanovitsch.
      Und an alle denen es zuwenig vielgefächerte Studiennachweise e.c.t. gibt im Film: Anstatt Menschen abzuhaten die versuchen, einen Respektvollen und Bewussten Weg mit sich selbst und der (Um)Welt zu finden- seid doch zu euch selber lieb und nutzt die Zeit, um zum Beispiel selbst zu Recherchieren anstatt wuterfüllte Kommentare zu schreiben.

  • Jede Wette, dass jeder kritische Kommentar zur Doku von einem Omnivoren stammt!!!

    Über den Unsinn zur bullshitartiger Qualität der Rezension, verliere ich mal keine Worte, außer Ignoranz, Leugnung und nicht wahrhaben wollen, die „Krebsgeschwüre“ unserer Zeit!

    Zur Beruhigung, als Ex-Allesfresser, fabulierte ich i. d. R. ähnlichen Unsinn, denn auch ich WAR von dieser Pest „Ignoranz“, „Leig“ und „nicht wahrhaben wollen“ befallen!

    Nichtsdestotrotz traurig, dass sich Menschen heute noch lieber von dieser Pest befallen lassen, während dessen Millionen Menschen verhungern, Abermilliarden Tiere regelrecht massakriert werden, sämtliche Lebensgrundlagen ALLEN Lebens in überproportional zunehmender Geschwindigkeit zerstört werden, ein Artensterben stattfindet, welches es nicht seit Aussterben der Dinosaurier gab (6. Artensterben), der Klimawandel mittlerweile katastrophale Ausmaße annimmt, ja der gesamte Planet (Lebensgrundlagen) vor dem tiefsten Abgrund seit Existenz der Menschheit steht! Unbegreiflich, solch ein pathologisches Maß an Ignoranz!!!

      • Natürlich ist es schwer seine Überzeugung zu bestimmten Themen zu ändern.
        Fakt sind die Aussagen der WHO:
        Verarbeitetes Fleisch, so die Organisation unter der Schirmherrschaft der Weltgesundheitsorganisation (WHO), könne beim Menschen Krebs auslösen. Es werde deshalb in Kategorie 1 der krebserregenden Stoffe einsortiert. Salami, Pasteten und Frankfurter Würstchen stehen damit auf einer Stufe mit karzinogenen Stoffen wie Tabakrauch, Asbest, Plutonium oder Röntgenstrahlen.

        Und damit nicht genug. Rotes Fleisch wiesen die Experten als „möglicherweise krebserregend“ der Kategorie 2a zu. Rindersteaks oder Schweineschnitzel stecken nun gemeinsam mit Lammkotelett und Ziegenbraten in einer Schublade mit Unkrautvernichtungsmitteln, Kaminrauch oder Formaldehyd.

        Lasst es Euch weiter schmecken…. 😉

        • Hinter dem WHO Bericht steckt bestimmt die Soja-Mafia! (Ok, man verdient als Sojabauer mehr an der Fleischproduktion, aber wen interessiert das schon). Oder es gibt eine geheime, mächtige Veganergilde, die das System unterwandert hat und die Weltherrschaft an sich reißen will. Fleisch ungesud? So ein Unsinn. Mein Metzger sagt da aber was ganz anderes. Und der Opa des Freundes meines Schwagers hat Fleisch gegessen und ist hundertelfzig geworden! Eat this.

  • Studie hin oder her…

    Es ist noch garnicht so lange her, da wurde Dir (nicht selten) von einem Arzt empfohlen, es doch mal mit dem Rauchen zu probieren, denn das entspannt die Nerven. Die Tabakindustrie hatte ganze Arbeit geleistet. Zusätzlich schworen die Bosse jedes jedes Jahr einen Eid, dass das Rauchen ihres Wissens nicht schädlich sei.

    Begründung: “Es liegen keine verlässliche Studien vor”!

    Ist es denn nicht mal an der Zeit, neue Wege zu beschreiten?
    Reichen denn die Belege (“Zivilisationskrankheiten” = Das Wort ist doch schon pervers) nicht, um endlich mal was zu unternehmen?

    Die ökologischen Auswirkungen sind hierbei noch garnicht berücksichtig, und die finde ich eigentlich noch schlimmer. Wenn es nur darum geht, den eigenen Körper zu zerstören, ist das eine Entscheidung, die jeder gerne für sich treffen kann.

    Aber gibt es denn wirklich noch Leute, die daran glauben, dass einfach alles so weiter gehen kann wie bisher? Leben auf Kosten der Anderen, im ganz großen Stil? Jeden Tag Fleisch für uns und Hunger für den Rest der Welt? Also, ich kann damit (mittlerweile) nicht mehr ruhig schlafen.

    jm2c

  • Ich finde es leider auch schade, dass Filme wie WTH so polarisieren müssen und damit den Graben zwischen vegan/nicht-vegan immer größer ziehen. Das ist doch Unsinn! Menschen, die sich bewusst ernähren und konsumieren, qualitativ hochwertige (Bio-) Lebensmittel kaufen und überwiegend pflanzlich leben, sollten an einem Strang ziehen und sich nicht über die letzten Prozent Fleisch/Nicht-Fleisch streiten. Was soll das denn?! Ernährung dient nicht als Religion!

    Die Essenz guter Ernährung ist aus meiner Sicht der Zugriff auf ursprüngliche unverarbeitete Lebensmittel. Viel Rohkost, keine Fertigprodukte, wenig Zucker, keine Aromen. Das macht schonmal 90% aus. Wenn man die Mehrheit der Menschen auf diesen Zug aufspringen lassen könnte, wäre schon viel erreicht. Ob ich jetzt noch auf tierische Produkte verzichte oder diese hochwertig kaufe – so what? Leider schafft man mit einer teilweise schon militant anmutenden Ablehnungshaltung dieselbe Ablehnung auch beim Gegenüber, das liegt in der menschlichen Natur. Mit einem offenem Umgang und Akzeptanz des anderen ließe sich viel mehr erreichen…

  • Ich habe mir diese stark amerikanische Doku vor 2 Tagen angetan und habe sie nicht bis zum Ende ausgehalten. Diese Verherrlichung von Zucker war wirklich grausam.
    Heutzutage sollte man jede Studie kritisch hinterfragen und sich genau ansehen.
    Ich finde den Artikel sehr gut, leider werden die meisten Zuschauer das so hinnehmen, sich vegan ernähren, aber nur bis sie sich die nächste Dokumentation o.ä. mit tollen Argumenten angesehen haben.
    Denkt doch einfach mal selber nach und glaubt nicht alles, was über die Mattscheibe flimmert.

  • Prinzipiell ist die Doku nicht schlecht, aber bei Diabetes stimme ich zu, dass Zucker nicht besser als tierisches Fett ist und ein Diabetes Typ 1 ist meines Wissens unheilbar, weil die Langehanschen Inseln der Bauchspeicheldrüse zerstört ist.

    Allerdings ernähre ich mich seit 7 Jahren vegan mit kleinen Ausrutschern, d. h. dass ich auch mal auf einem Geburtstag einen Kuchen mit Ei und Milch esse und seltenst auch mal Fleisch. Ich gebe aber zu, dass mir weder der Verzehr von Milchprodukten noch Fleisch bekommt. Ich bekomme die gleichen Verdauungsprobleme, die ich als Kind hatte und fühle mich teilweise verkatert.

    Mit der Veganer Ernährung wurde mein Hautbild super, Verdauungsprobleme sind Vergangenheit und Allergien und Asthma sind ebenfalls Geschichte. Obwohl meine Familie eine genetische Disposition zu Asthma hat. Alle Kinder meiner Großeltern mütterlicherseits leiden daran. Meine Schwester, die ebenfalls darunter litt und ich sind die einzigen, die sich vegan ernähren und nicht darunter leiden. Ich finde, der Zusammenhang ist deutlich.

    Weiterer Effekt ist, dass ich über viel mehr Energie verfüge, als zu meinen Mischköstler Zeiten. Über mangelndes Muskelwachstum kann ich mich nicht beklagen, eher im Gegenteil. Ich habe ein Pferd und arbeite es fünf mal die Woche ohne Kraftanstrengung, mache Pilates, Yoga und Krafttraining. Letzteres nur ein Mal wöchentlich, weil ich sonst aussehe wie Hulk.

    Ich werde übrigens im Januar 48, mein biologisches Alter ist 32 (!) und ich werde auch grundsätzlich auf das älter geschätzt. Meine Blutwerte, inkl. Vitaminstatus und Aminosäuren sind top. So verkehrt kann der Verzicht auf Leichenteile und Säuglingsnahrung artfremder Arten nicht sein.

    Meine Empfehlung ist es auszuprobieren. Eine Woche, wenn du die geschafft hast, hänge eine weitere dran und so weiter…

    Viele Grüße,
    Anette

  • Hallo Ilja. Sehr schöne Kritik, aber auch sehr vorsichtig ausgedrückt. Ich schaue den Film gerade auf Netflix. Nach Minute 15 konnte ich nicht glauben was ich da sehe und höre. Plötzlich wissen es nur diese Leute was Sache ist. Absolute Aussagen, wo man von Wissenschaftlern sonst eher Aussagen hört wie: “diese Studie deutet darauf hin…” Überhaupt keine differenzierte Betrachtung der Fakten. Ich erfahre mehr und mehr nebenbei wie Studien gemacht und später von Laien wie Reportern interpretiert werden. Habe dazu eine schöne Reportage gesehen. Was bedeutet Korrelation und Kausalität. Bei vielen Studien wo es um Nahrung geht kann man extrem viel hinein interpretieren. Z.B. die Wissenschaftler glauben, dass Omega 3 Fettsäuren Herzkrankheiten vorbeugen. Man schaute sich Menschen auf Polarkreis, diese essen viel Lachs und haben kaum bekannte Herzkrankheiten. Lachs hat viele Omega 3 Fettsäuren. Also müsste es gut gegen Herzkrankheiten sein. Also man könnte daraus höchstens ableiten, es könnte…Ebenso die kalte frische Luft. Frische Nahrung, viel Bewegung. Keine Abgase, keine Konservierungsstoffe und und und. Als es mit dem Zucker kam, ich meine es gab in Amerika organisiertes Verbrechen, gefakte Studien wo man behauptete Zucker macht nicht Fett sondern fettes Essen. Alles widerlegt. Also musste ich gleich mal im Netz schauen was andere dazu denken. Dieses typisch amerikanisches arrogantes Format geht mir auf die Nerven, da gibts einige Dokus auf Netflix, die mir nicht gefallen. Ich wünschte man würde das Thema sachlich beleuchten, aber nicht wie diese Witz- Wissenschaftler das hier als absolute Wahrheit verkaufen. Vieles ist einfach abgeleitete Spekulation aber keineswegs beweise. Also was für Fanatiker, die schon eine Meinung vor Fakten gebildet haben. Grausam solche Dokus. Und viele Leute glauben das. Das hätte glatt von einem Youtuber kommen können, der von Studien null Ahnung hat.

  • Deine Kritik gefällt mir sehr gut. Sie beleuchtet sachlich die Dokumentation und weißt auch Fehler aber auch positive Inhalte hin.
    Danke für den Hinweis bzgl des Zuckers, das ist mir selbst so gar nicht aufgefallen aber muss dir recht geben.

  • Ich habe eben “What the Health” gesehen und mich schon während der Dokumentation gefragt, ob dieser Film denn von der Zuckerindustrie gesponsert wurde. Anscheinend war ich nicht die einzige, denn als ich in die Suchmaschine den Namen der Doku eingab und “Zuckerindustrie” als Stichwort dahinter setzte, kam ich auf diese Filmkritik.
    Ich muss dem Autor in vielen Punkten Recht geben bzw. mich der Meinung anschließen, dass nicht wirklich wissenschaftlich fundiert gearbeitet oder recherchiert worden sein kann, als diese Doku erstellt wurde und man deswegen zumindest kritisch hinterfragen darf, welche Interessen hierbei vertreten werden. Das sage ich, nachdem ich mich in den letzten Monaten zum größten Teil vegan ernährt habe, keine tierische Milch oder Milchprodukte mehr konsumiert habe und wenn ich Fleisch oder Fisch gekauft und gegessen habe, darauf geachtet habe, dass es Bio-Qualität besitzt, nachvollziehbar ist, wo es her kommt, die Tiere weidegefüttert wurden und wenig gelitten haben. Das erwähne ich an dieser Stelle nur, um vorwegzunehmen, dass ich weder Verfechterin von Fleischkonsum oder der veganen Lebensweise bin, sondern vermute, dass die für den Menschen gesunde Ernährung (hier meine ich nur die gesunde Ernährung, nicht die weiteren Auswirkungen auf landwirtschaftlicher, politischer oder ethischer Ebene) irgendwo dazwischen liegen wird, also kommt hier wieder der berühmte Ausdruck “ausgewogen” ins Spiel. Selbst interessiere ich mich sowohl für die vegane als auch für die Paleo-Diät aus gesundheitlichen und moralischen Aspekten. Ich bin mir durchaus darüber bewusst, dass sich Menschen wie ich in einer ziemlich privilegierten Position befinden, da es in einem reichen Land wie Deutschland mit einem ausreichenden Gehalt viel einfacher ist, sich gesund zu ernähren und Bio-Lebensmittel kaufen zu können, was in anderen Teilen der Welt überhaupt nicht möglich ist bzw. bei Bekämpfung von Hunger und Not ganz andere Prioritäten gesetzt werden und z. B. ohne die Aufnahme von Kohlenhydraten aus Getreide keine Grundversorgung sicher gestellt werden kann. Betrachtet man die Evolution des Menschen, so sind wir im Vergleich zum langen Zeitraum der “Steinzeit-Diät” zur Verwertung von Kohlenhydraten aus Getreide in den letzten Jahrhunderten eher kurze Zeit ernährungsphysiologisch mit der Aufnahme von Zucker und Stärke aus Lebensmitteln konfrontiert. Nicht jeder Stoffwechsel kommt damit gut zurecht und insgesamt scheint es einen Zusammenhang zwischen übermäßiger Zufuhr von Kohlenhydraten und dadurch Zucker und dem Anstieg von z. B. der Adipositas, Herz-Kreislauferkrankungen und Krebs zu geben. Eine kohlenhydratreiche Ernährung schließt ja beispielsweise der vegane Lebensstil nicht aus, was insofern zum Problem werden kann, wenn Menschen eine Krebserkrankung bekommen und nicht wissen, dass sich die Krebszellen liebend gern auf Zucker stürzen und sich von diesem praktisch ernähren (es finden Gährungsprozesse statt, die den Krebs wachsen lassen). Für diese Erkenntnisse gibt es Belege, doch natürlich sind auch in diesem Fall die Pharmalobby als auch die von ihr abhängigen Mediziner nicht daran interessiert, die Ernährung als wesentlichen Bestandteil der Krebstherapie mit aufzunehmen, obwohl es entweder unterstützend zur schulmedizischen Behandlung als auch angeblich teilweise ohne bspw. Chemotherapie wirksam ist, da der Krebs so regelrecht ausgehungert (durch das Weglassen von Kohlenhydraten/ Zucker) wird. Das ist anstrengend für den Körper, niemand kommt gerne in die Ketose, wo der Körper aus Fettzellen Energie entnimmt und nicht aus Zucker, jedoch scheint es genau die Lebensform zu sein, die unsere Vorfahren über tausende von Jahren gelebt haben , nämlich sehr fettreich (sprich tierisches UND pflanzliches Fett).
    Es wundert mich deshalb nicht nur wegen des Diabetes, sondern generell die menschliche Gesundheit betreffend, wie die Ärzte oder Gesundheitsvertreter, die von “What the Health” interviewt wurden, so schamlos behaupten, dass Zucker nichts mit dem Ausbruch von Diabetes oder anderen Erkrankungen zu tun hat und man das ruhig weiter konsumieren könne, die Übeltäter hier nur die Fette seien, die sich in den Blutgefäßen ablagern. Dabei gibt es ja solche und solche Fette, nicht alle sind ungesund. Zucker allerdings hat überhaupt keine gesundheitsfördernden Auswirkungen, im Gegenteil er richtet Schaden an. Leider fand ich gerade die letzten Minuten des Films wirklich sehr reißerisch, auf einmal können alle Schwerkranken innerhalb von zwei Wochen ihre Medikamente absetzen, strahlen in neuem Licht, sind geschminkt und adrett gekleidet – es wirkt für mich nicht realistisch.
    Im Zusammenhang mit dem Thema gesundheitsfördernde Auswirkungen von Ernährung kann ich eine andere Dokumentation namens “The magic pill” auf Netflix empfehlen. In dieser wird bspw. fast die konträre Meinung vertreten, wobei die vegane Ernährung positiv mit einfließen kann.
    Ich glaube jedenfalls, dass es sich immer wieder lohnt kritisch zu bleiben, bei allem, was man konsumiert, ob es nun die Ernährung oder das Unterhaltungsprogramm anbetrifft!

  • Ich habe eben “What the Health” gesehen und mich schon während der Dokumentation gefragt, ob dieser Film denn von der Zuckerindustrie gesponsert wurde. Anscheinend war ich nicht die einzige, denn als ich in die Suchmaschine den Namen der Doku eingab und “Zuckerindustrie” als Stichwort dahinter setzte, kam ich auf diese Filmkritik.
    Ich muss dem Autor in vielen Punkten Recht geben bzw. mich der Meinung anschließen, dass nicht wirklich wissenschaftlich fundiert gearbeitet oder recherchiert worden sein kann, als diese Doku erstellt wurde und man deswegen zumindest kritisch hinterfragen darf, welche Interessen hierbei vertreten werden. Das sage ich, nachdem ich mich in den letzten Monaten zum größten Teil vegan ernährt habe, keine tierische Milch oder Milchprodukte mehr konsumiert habe und wenn ich Fleisch oder Fisch gekauft und gegessen habe, darauf geachtet habe, dass es Bio-Qualität besitzt, nachvollziehbar ist, wo es her kommt, die Tiere weidegefüttert wurden und wenig gelitten haben. Das erwähne ich an dieser Stelle nur, um vorwegzunehmen, dass ich weder Verfechterin von Fleischkonsum oder der veganen Lebensweise bin, sondern vermute, dass die für den Menschen gesunde Ernährung (hier meine ich nur die gesunde Ernährung, nicht die weiteren Auswirkungen auf landwirtschaftlicher, politischer oder ethischer Ebene) irgendwo dazwischen liegen wird, also kommt hier wieder der berühmte Ausdruck “ausgewogen” ins Spiel. Selbst interessiere ich mich sowohl für die vegane als auch für die Paleo-Diät aus gesundheitlichen und moralischen Aspekten. Ich bin mir durchaus darüber bewusst, dass sich Menschen wie ich in einer ziemlich privilegierten Position befinden, da es in einem reichen Land wie Deutschland mit einem ausreichenden Gehalt viel einfacher ist, sich gesund zu ernähren und Bio-Lebensmittel kaufen zu können, was in anderen Teilen der Welt überhaupt nicht möglich ist bzw. bei Bekämpfung von Hunger und Not ganz andere Prioritäten gesetzt werden und z. B. ohne die Aufnahme von Kohlenhydraten aus Getreide keine Grundversorgung sicher gestellt werden kann. Betrachtet man die Evolution des Menschen, so sind wir im Vergleich zum langen Zeitraum der “Steinzeit-Diät” zur Verwertung von Kohlenhydraten aus Getreide in den letzten Jahrhunderten eher kurze Zeit ernährungsphysiologisch mit der Aufnahme von Zucker und Stärke aus Lebensmitteln konfrontiert. Nicht jeder Stoffwechsel kommt damit gut zurecht und insgesamt scheint es einen Zusammenhang zwischen übermäßiger Zufuhr von Kohlenhydraten und dadurch Zucker und dem Anstieg von z. B. der Adipositas, Herz-Kreislauferkrankungen und Krebs zu geben. Eine kohlenhydratreiche Ernährung schließt ja beispielsweise der vegane Lebensstil nicht aus, was insofern zum Problem werden kann, wenn Menschen eine Krebserkrankung bekommen und nicht wissen, dass sich die Krebszellen liebend gern auf Zucker stürzen und sich von diesem praktisch ernähren (es finden Gährungsprozesse statt, die den Krebs wachsen lassen). Für diese Erkenntnisse gibt es Belege, doch natürlich sind auch in diesem Fall die Pharmalobby als auch die von ihr abhängigen Mediziner nicht daran interessiert, die Ernährung als wesentlichen Bestandteil der Krebstherapie mit aufzunehmen, obwohl es entweder unterstützend zur schulmedizischen Behandlung als auch angeblich teilweise ohne bspw. Chemotherapie wirksam ist, da der Krebs so regelrecht ausgehungert (durch das Weglassen von Kohlenhydraten/ Zucker) wird. Das ist anstrengend für den Körper, niemand kommt gerne in die Ketose, wo der Körper aus Fettzellen Energie entnimmt und nicht aus Zucker, jedoch scheint es genau die Lebensform zu sein, die unsere Vorfahren über tausende von Jahren gelebt haben , nämlich sehr fettreich (sprich tierisches UND pflanzliches Fett).
    Es wundert mich deshalb nicht nur wegen des Diabetes, sondern generell die menschliche Gesundheit betreffend, wie die Ärzte oder Gesundheitsvertreter, die von “What the Health” interviewt wurden, so schamlos behaupten, dass Zucker nichts mit dem Ausbruch von Diabetes oder anderen Erkrankungen zu tun hat und man das ruhig weiter konsumieren könne, die Übeltäter hier nur die Fette seien, die sich in den Blutgefäßen ablagern. Dabei gibt es ja solche und solche Fette, nicht alle sind ungesund. Zucker allerdings hat überhaupt keine gesundheitsfördernden Auswirkungen, im Gegenteil er richtet Schaden an. Leider fand ich gerade die letzten Minuten des Films wirklich sehr reißerisch, auf einmal können alle Schwerkranken innerhalb von zwei Wochen ihre Medikamente absetzen, strahlen in neuem Licht, sind geschminkt und adrett gekleidet – es wirkt für mich nicht realistisch. Dass aufgedeckt wurde, von wem die ADA und die AHA gesponsert wurden, fand ich hingegen sehr aufschlussreich, so fügen sich auch wieder Puzzleteile zusammen.
    Im Zusammenhang mit dem Thema gesundheitsfördernde Auswirkungen von Ernährung kann ich eine andere Dokumentation namens “The magic pill” auf Netflix empfehlen. In dieser wird bspw. fast die konträre Meinung vertreten, wobei die vegane Ernährung positiv mit einfließen kann.
    Ich glaube jedenfalls, dass es sich immer wieder lohnt kritisch zu bleiben, bei allem, was man konsumiert, ob es nun die Ernährung oder das Unterhaltungsprogramm anbetrifft!

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