Making A Murderer

Making a Murderer

Crime Serien laufen gerne mal spät in der Nacht auf RTL II und appellieren an unsere Faszination mit dem Abscheulichen und dem Voyeurismus. Das macht sicherlich für einige auch den Reiz der Serie Making a Murderer aus. Der Mordfall im Zentrum der Dokumentation ist allerdings eher Mittel zum Zweck. Über 10 Jahre wird Steven Avery begleitet, um aufzuzeigen, wie kaputt die amerikanische Justiz ist. An seiner Geschichte wird gezeigt, wie voreingenommen und manipulative gewisse Prozesse ablaufen. Co-Regisseurin Laura Ricciardi arbeitete selbst als Anwältin, bevor sie sich dem Film widmete. Ein Aspekt, der die Dokumentation stark beeinflusste.

Die Frage um seine Schuld oder Unschuld hat das Internet zu zahlreichen Theorien angeregt und das vor allem für Steven Avery’s Unschuld. Darüber wollen die Macherinnen der Serie nicht Urteilen. Sie waren tatsächlich überrascht, dass viele sich so einig sind über seine Unschuld. Eigentliches Ziel der Serie war es, die massiven Lücken im amerikanischen Justizsystem aufzuzeigen.

“if you watch the series, I think it’s clear that the American criminal justice system has some serious problems and that it is urgent that we address them.” – Moira Demos

Es geht also nicht unbedingt darum, die Schuldfrage zu beantworten, sondern eine unvoreingenommene Ermittlung zu ermöglichen, frei nach dem Motto: “Innocent until proven guilty.”

Die Gerüchteküche kocht übrigens immer noch fleißig vor sich hin. So soll es eine zweite Staffel geben. Ob diese weiterhin das Schicksal von Steven Avery verfolgen wird, ist allerdings noch unklar.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=qxgbdYaR_KQ

Bild: Netflix

Geschrieben von
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