To boldly go… – Star Trek: Discovery

“To boldly go, where no man has gone before..” soll es ab Sommer 2017 wieder heißen. CBS produziert gerade munter an der nunmehr siebten Star Trek Fernsehserie. Innerhalb der USA soll diese abrufbar sein auf dem eigenen Streamingportal von CBS, weltweit allerdings erfolgt die Ausstrahlung der vorerst nur 13 Folgen auf Netflix (Danke!) und das nur 24 Stunden nach der US-Ausstrahung! (Danke, danke, danke!) Hier folgt also, was ich über die neue Star Trek Serie so denke.

Die Serie

Lang war es ruhig um das Star Trek Franchise – zumindest, was das Fernsehen angeht. Nach dem – nach den Einschaltquoten zu urteilen – verpatzten Versuch, Roddenberrys Raumschiffe ins 21. Jahrhundert zu holen, widmet sich CBS nun 10 Jahre später wieder dem Universum, das 1966 zum ersten Mal über die Bildschirme flimmerte. Im Zusammenhang damit stellen sich mir natürlich erst einmal zwei Fragen: Wo wird sie spielen? Wann wird sie spielen?

Die erste ist leicht beantwortet: Im Weltall. Die zweite ist da schon viel interessanter: Zehn Jahre vor Raumschiff Enterprise. Und zwar in der “normalen” Zeitlinie, also der, die nicht in dem Star Trek Filmen dargestellt wird. Auch soll es diesmal weniger um den Captain (in Doscovery’s Fall der Captainin?) im Zentrum des Schiffes gehen. Die Geschichte soll stattdessen eher aus der sich von Personen erzählt werden, die in klassischen Star Trek Serien eher im Hintergrund gestanden haben. Ein Schelm könnte jetzt sagen: ‘Oh nein, das wird grauenvoll, wenn die Erwartungen der Fans nicht erfüllt werden!’ Ich denke, es ist vielleicht gar nicht so falsch, auch bei Franchises mit vermeintlich festen Erzählweisen, mal etwas neues zu probieren. Das hat auch schon bei den Star Trek Kinofilmen gut Funktioniert.

Der Pixelhaufen aka “das Schiff”

Es ist ein Schiff! Ein echtes Schiff! Reisen durch das Weltall und zwar mit Warp-Geschwindigkeit! Hab’ ich da lang drauf gewartet. The Next Generation und Voyager waren damals prägend für mich. Schon immer empfand ich die Untertassen mit ihren großen Warpgondeln als äußerst ästhetisch (haha). Mit den Jahren wurden die Schiffe dann immer Stromlinienförmiger, schnittiger und bekamen klarere Linien. In etwa so, wie auch der VW Passat.

Man gab sich damals wirklich Mühe bei ILM, diese Modelle so echt, wie nur irgendwie möglich aussehen zu lassen. Mit Enterprise und den neuen Star Trek Kinofilmen endete aber schließlich das große Zeitalter der Raumschiffmodelle. Zugegeben, ich war einer der Befürworter. Gerade die tollen Kamerafahrten und Animationen der Filme, die durch CGI möglich wurden, machten für mich einen tollen neuen Reiz aus.

 

Und dann das. Netflix veröffentlichte auf YouTube ein Video, das einen ersten Testflug der U.S.S. Discovery zeigt. Dass es sich dabei um ein Schiff aus dem Star Trek Universum handelt, ist unbestritten. Aber wie sieht es denn bitte aus? So hässliche Schiffe hatten damals maximal die Klingonen!

Und nicht nur das Design fiel mir negativ auf! Ich hoffe einfach mal, dass man sich doch noch dazu entscheidet, entweder wieder echte Modelle bauen zu lassen, oder noch einmal ein paar Stunden mehr in das Rendering zu investieren. So geht das nicht.

Der Hypetrain

Nichts geht bei solch großen Franchises, wie bei Star Trek ohne einen anständigen Hype! Das war schon bei den neuen Kinofilmen so. So ist es natürlich auch diesmal. Etwas, das sich auch nicht geändert hat, sind die unterschiedlichen Meinungen von Fans und Nicht-Fans. Ein Twitter-Nutzer unterstützt schon mal meine Das-Neue-Raumschiff-Geht-Gar-Nicht-These:

@startrekcbs @startrekeire @BryanFuller @CBS Why would you use a 41 year old, REJECTED design for your hero ship. Please say it’s a joke. — Alan Whelan (@hicksvillebozo) 23. Juli 2016

Viele jedoch freuen sich schon auf die neue Serie aus dem Hause Star Trek. Und dazu zähle ich auch mich selbst. Endlich geht es weiter mit Entdeckungsreisen in ferne Galaxien, zu fremden Spezies und das ganze – hoffentlich – auch mit Mehrwert. So bleibt nur noch zu sagen:

@startrekcbs @mdebevoise Wish time travel was already discovered. 2017 can’t come fast enough! — Joe Legaspi (@joe2write) 11. August 2016

Aber bis es so weit ist und wir uns eine wirkliche Meinung bilden können, die nicht nur auf Indizien beruht, bleiben ja noch die über 700 alten Folgen zu sehen, die Netflix bis Weinachten in’s Programm nehmen möchte.

Schaut lang und in Frieden,

Bildquelle: Logo von “Star Trek Discovery” | CBS.com

Über den/die Autor/in

Lucas Görlach
Lucas Görlach

Lucas Görlach produziert das Filmmagazin. Hauptsächlich drückt er also auf den Record-Knopf und schneidet am Tonbandgerät die Sendungen zusammen. Außerdem hat er einen Faible für Hörspiele und nur wenige Haare.

Kommentar hinzufügen

*

Social Media

Kostenlos Abonnieren

Schweigen ist Silber, Reden ist Gold. Und am besten redet es sich eben über Filme und Serien! Das ist ein wahrer Fakt. In unserem Podcast sprechen wir mit Euch über Filme an sich, Filmwirtschaft und Filmkultur. Das Filmmagazin wird moderiert von Martin Dietrich und Anne Feuerhack.
Das Filmmagazin ist ein Podcast von EinfachTon.